AUF DER SUCHE NACH DEM KOLOSS VON RHODOS

So ziemlich jeder kennt die 7 Weltwunder der Antike. Das nach den Pyramiden von Gizeh wohl bekannteste Weltwunder ist der Koloss von Rhodos. Leider existiert er nicht mehr, der Mythos jedoch lebt weiter.

Vor allem dieser Mythos war es, der die griechische Insel Rhodos als Urlaubsziel für mich so attraktiv gemacht hat. Denn 7 Tage allein Strandurlaub sind für mich gleichbedeutend mit Zeit- und Geldverschwendung. Aber versteht mich bitte nicht falsch. Auch ein schöner Strand hat für mich seinen Reiz. Nur würde ich mich bei einem reinen Strandurlaub ziemlich schnell langweilen. Zudem möchte ich wenn ich vereise unbedingt die Gegend kennen lernen. Denn jeder Ort hat seine Geschichte, seine Kultur, etwas Besonderes.

Jetzt fragt ihr euch sicher was das Besondere an Rhodos ist, oder? Für mich ist es seine unglaubliche Vielseitigkeit. Denn Rhodos bietet nicht nur seine spannende Geschichte, sondern auch die wunderschöne Natur, den Hafen, zauberhafte Sonnenuntergänge und reichlich Strände.

 

Der Mandraki Hafen

Ich habe Rhodos vor einigen Jahren mit einer Freundin besucht und den Urlaub trotz der sommerlichen Hitze dort sehr genossen. An unserem ersten vollen Tag steuerten wir – dem Mythos sei Dank – direkt den Mandraki Hafen an. Wir wollten einfach sehen wo der Koloss gestanden haben soll, um den Mythos besser nach vollziehen zu können. Um ehrlich zu sein, so richtig vorstellen konnten wir uns den Koloss danach leider doch nicht, aber auch so kann ich einen Besuch des schönen Hafens nur empfehlen. Er gehört zu einem Rhodos Besuch einfach dazu. Und so ganz leer ist die Hafeneinfahrt nach dem Einsturz des Kolosses ja auch nicht geblieben. An der Stelle wo der Legende nach der Sockel des Kolosses gestanden haben soll, stehen nun Statuen eines Hirsches (Elafos) und einer Hirschkuh (Elafina). Sie sollen seit der Besetzung der Insel durch die Italiener Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, als neues Symbol für die Insel Rhodos dienen.

Vom Hafen aus spazierten wir zum neuen Markt (Nea Agora). Leider gab es dort mehr Kitsch als frisches Obst und Gemüse zu kaufen, aber das Gebäude mit seinen zahlreichen Cafes bildet dennoch eine schöne Atmosphäre.

Vom Markt spazierten wir weiter durch die Altstadt, welche definitiv zu recht zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Unser Ziel war der Großmeisterpalast der Malteser, welcher heute ein Kunstmuseum ist.

 

Zur Belohnung für die ganze Lauferei gönnten wir uns zum Abschluss des Tages ein leckeres Eis in der Altstadt.

Am nächsten Tag unternahmen wir einen Tagesausflug zur Nachbarinsel Symi. Da ich vor habe darüber einen separaten Blogpost zu schreiben, lasse ich diesen Tag hier aus.

 

Die 7 Quellen

Um uns bei den heißen 37 Grad ein wenig zu erfrischen, wollten wir am nächsten Tag die 7 Quellen besuchen. Grundsätzlich war das auch eine wirklich gute Idee. Leider dachten wir, wir könnten die 3 Kilometer vom Hotel dorthin zu Fuß laufen. Eine Idee, die sich bei über 30 Grad leider schnell rächte. Der Besuch der 7 Quellen hingegen war anschließend wirklich sehr erfrischend. Sie liegen in einem urigen Wäldchen. Durch die ganzen alten Bäume mit ihren verschlungenen Wurzeln kommt man sich vor wie in einem Dschungel. Unter dem dichten Blätterdach findet man auch ein kleines gemütliches Restaurant zu dem einige Tiere gehören, welche natürlich das Highlight für diverse Kinder dort waren.

Weitaus interessanter als die Gänse, Ziegen und Enten waren für uns allerdings die diversen Echsen, welche wir auf dem Weg durch das Wäldchen mehrfach entdeckten.

 

Das antike Kamiros

An Tag 4 gönnten wir uns dann einen Strandtag um die Akkus wieder aufzuladen. Wie gesagt, auch ein schöner Strand hat seinen Reiz. Da wir aus unserem Fehler 2 Tage zuvor gelernt hatten, mieteten wir uns am fünften Tag unseres Urlaubes einen klimatisierten VW Polo. Mit diesem fuhren wir zu den Ausgrabungen der antiken Stadt Kamiros um noch mehr über die griechische Antike zu erfahren. Die Ausgrabungen liegen auf einem Hügel mit einem fantastischen Ausblick über das Meer. An einigen Stellen wurden für die Besucher Baumstümpfe zu Stühlen gesägt. Natürlich kam ich nicht umhin diese Stühle das ein oder andere Mal auszuprobieren.

Anschließend machten wir uns auf die Suche nach schönen kleinen Stränden die nicht zu überlaufen sein sollten. Leider war jedoch entweder unser Kartenmaterial zu ungenau, oder wir hätten einen Geländewagen gebraucht um zu einem Strand zugelangen. Dafür fanden wir aber die Burgruine von Monlithos wo wir genau rechtzeitig kurz vor diesem sensationellen Sonnenuntergang eintrafen.

 

Ich kann wirklich jedem Rhodos Besucher empfehlen, die Insel für ein paar Tage mit dem Mietwagen auf eigene Faust zu erkunden. Auf diese Weise haben wir mehrere schöne Restaurants mit traumhafter Sicht aufs Meer gefunden.

 

Rhodos Stadt

Am folgenden Tag sind wir nochmals nach Rhodos Stadt gefahren um durch die Stadt zu bummeln. Leider ist es zur Hochsaison ziemlich schwer jenseits der klassischen Touristenangebote günstige Angebote zu finden. Dafür ist Rhodos Stadt neben seiner antiken Altstadt einfach zu sehr Touristenmagnet. Wer nach den typischen Souvenirs sucht, wird in den Gassen der Altstadt schnell fündig. Wir entschieden uns stattdessen für ein leckeres Abendessen und Cocktails in einer der Roof-top-Bars.

Da wir am Tag darauf wieder Abwechslung vom vielen spazieren gehen brauchten, stand wieder ein Strandtag an.

 

Einmal Lindos und zurück

An unserem letzten vollen Tag fuhren wir nach Lindos, dem „weißen Dorf“. Der Ort liegt malerisch an einem Hügel im Südosten der Insel.

Neben dem kleinen charmanten Dörfchen mit seinen engen weißen Gassen besitzt Lindos auch noch eine weitere Attraktion, die Akropolis. Um sie zu besichtigen kann man entweder selbst einen steilen Weg hinauf steigen, oder sich von einem Muli zur Akropolis tragen lassen. Auf dem letzten Stück des Weges begegnet man Frauen die dort bergeweise Tischdecken zum Kauf anbieten. Wer hier zuschlagen möchte sollte aber unbedingt handeln anstatt den ersten genannten Preis zu zahlen.

Oben angelangt wird man nicht nur mit der wirklich sehenswerten Akropolis, sondern auch erneut mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Diese muss man allerdings mit zahlreichen anderen Touristen teilen.

Nach dem Anstieg erholten wir uns ein letztes Mal am Strand, bevor es abends ans Koffer packen ging.

Ich hoffe dieser Reisebericht hat trotz seines Alters und der entsprechend alten Kamera gefallen!

Eure Saskia

 

20. September. 2017 | Griechenland, HOME, REISELEBEN |

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